Teil eines Werkes 
5. bis 9. Bändchen (1862)
Entstehung
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miſginei⸗ der meiner weiblichen Natur noch ſchmeicheln önnte.

Sie vergeſſen, Pariſina, daß Ihr Talent bereits im Verfall war, als Sie, wie es jetzt heißt, mir zu Liebe das Theater verließen?

Ich kann mich auch nicht erinnern, daß ich Sie erzählen hörte, daß Sie bereits als Theaterdirektor ver⸗ abſchiedet und Ihres unmoraliſchen Wandels wegen für immer am Hof in Ungnade gefallen waren, bevor Sie mich mit Ihrer Hand beehrten.

Höre, Pariſina, haſt Du die wohlbekannten Ab⸗ ſchiedsworte gehört, welche die Königin Chriſtine von Spanien zu dem Wagnerſohne Eſpartero ſagte?. Ich habe Dir Alles gegeben, Eſpartero, ſagte ſie, ich habe Dich zum Grafen, zum Siegesherzog, zum Gran⸗ den von Spanien gemacht, aber Etwas habe ich nicht aus Dir machen koͤnnen einen Edelmann!. Ich möchte mich im ſelben Geiſte gegen Dich ausſprechen. Ich habe Dir Alles gegeben, Pariſina, ich habe Dich reich, habe Dich zur Frau eines vornehmen Mannes gemacht, ich habe Dir einen glänzenden Namen, eine Grafenkrone gegeben; aber Etwas habe ich nie aus Dir machen können ein ehrbares Weib.

Pariſina, die inzwiſchen ihre Blicke auf die Straße hinab gerichtet hatte, winkte jetzt mit der Hand ihrem Manne, näher an's Fenſter zu treten.

Komm hieher, Manfred, ſagte ſie.Siehſt Du den armen Arbeiter dort und die Frau, die ſicherlich ſein Weib iſt, wie ſie da ihre Laſten niedergelegt haben und unter dem Baum uns gerade gegenüber ausruhen. Merke, wie unverwandt ſie dieſes Fenſter betrachten. Sie ſehen dieſe koſtbaren Gardinen von Sammet und Spitzen, ſie ſehen die Blumen, die vor den Fenſtern prangen, ſie ſehen mich in dieſem glänzenden Aufzug, dieſen funkelnden Kleinodien; und endlich Dich hier an meiner Seite. Was glaubſt Du wohl, daß ſie in dieſem Augenblick denken?.. Ja, Manfred, ſie halten unſer