Teil eines Werkes 
5. bis 9. Bändchen (1862)
Entstehung
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Wie kannſt Du verlangen, daß man einem Weib, wie Du biſt, glauben ſoll? Man könnte ſich beinahe einbilden, Du liebeſt

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Schmeichle Dir nicht mit einem ſolchen Glauben.

O nein, Manfred, ich kenne Dich wohl. Nicht die Liebe iſt es, die Dich eiferſüchtig macht, ſondern die Eitelkeit. Du willſt den Leuten weiß machen, daß ich Dich vergöttere, daß ich, gegen die ganze. übrige Welt vollkommen gleichgültig, für Dich allein lebe. Und deßhalb bewachſt Du mich, wie wenn ich eine Ge⸗ fangene wäre, und Du zerſtörſt alle meine Vergnügun⸗ gen und machſt mir das Leben unerträglich... So eben erſt auf der Promendde z. B./ juſt als es anfing am lebhafteſten zu werden, als man mich zu bemerken begann, juſt da zogeſt Du mich weg und kniffeſt mich in Deinem Zorn ſo derb in den Arm, daß es mich no jetzt ſchmerzt Habe ich nicht alles Recht Dich zu verabſcheuen 2

Und dieß iſt der Lohn für alle meine Opfer? die Erde trägt kein undankbareres Weib, als Du biſt.

Immer dieſelben Anſprüche auf Dankbarkeit. Ich ſollte Dir wohl, meinſt Du, wenigſtens einmal in der Stunde die Hand dafür küſſen, daß Du in Gna⸗ den geruht haſt, mich zu Deiner Frau zu machen. Nein, mein Herr, ſo einfältig werde ich nie ſein. Wenn Sie eine Thorheit begingen, indem Sie mir Ihre Hand ſchenkten, ſo haben Sie die Schuld lediglich ſich ſelbſt zuzuſchreiben.

Und niemals werde ich mir dieſe Thorheit ver⸗ zeihen können. Ich war einſt ein glücklicher, angeſehe⸗ ner Mann, beneidet von Allen; aber ein unſeliges Schickſal führte Dich in meinen Weg. Du hingeſt Dich an mich feſt, Du hatteſt mein Verderben geſchworen und mit teufliſcher Liſt wußteſt Du Deinen Plan zu vollführen. Von Dir verlockt, verleitet, beging ich eine Narrheit um die andere. Grauſam verunglimpft, be⸗