Teil eines Werkes 
5. bis 9. Bändchen (1862)
Entstehung
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1 blick durch einen aufflammenden Zorn bedeutend ent⸗ ſtellt. Auch er hat den Hut auf dem Kopf und hält einen Stock in ſeiner Hand.

Der Wortwechſel iſt lebhaft.

Du biſt ein verächtliches Weib, Pariſina.

Und Du, Manfred, ein abſcheulicher Mann.

Ein Weib ohne Sitten!

Ein Mann ohne Ehre!

Ohne Tugend!

Ohne Herz!

Eine Cvurtiſane!

Ein Tyrann!

Ich hätte gute Luſt...(droht mit dem Stock.)

Verſuch's einmal!:.. Eergreift ein Kiſſen und iſt bereit es ihm in's Geſicht zu werfen.)

Deine Aufführung, Pariſina, iſt ein Schimpf für meinen Namen.

Und der Deinige eine Schande für das ganze männ⸗ liche Geſchlecht.

Haſt Du nicht ſo eben...

Was habe ich?

Ja, Du haſt auf einer öffentlichen Promenade durch Deine Mienen und Geberden die Aufmerkſamkeit all dieſer Tagdiebe auf Dich gelockt. Und dieſer lange Of⸗ fizier da, der uns beſtändig verfolgt, glaubſt Du, ich habe die geheimnißvollen Blicke nicht geſehen, die ihr mit einander wechſeltet? glaubſt Du, ich begreife nicht, was ſolche Blicke bedeuten?... Du vergiſſeſt beſtändig, daß Du Gräfin biſt, und obſchon Du nicht mehr tanzeſt, ſo ſitzt Dir doch die Tänzerei noch immer im Herzen. Du willſt mich zu einem Geſpötte für alle Welt machen. Wohin wir uns wenden, überall biſt Du dieſelbe leichtſinnige Kokette, und gleichwohl habe ich Dir ſchon hundertmal verboten, jungen Männern Deine Aufmerkſamkeit zu ſchenken.

Hahaha! jetzt muß ich lachen. Was kann lächer⸗ licher ſein, als dieſe beſtändige Eiferſucht?2