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Das fröhliche Lachen, das auf dieſe Bemerkung folgte, war nicht ſo übel gemeint, prophezeite aber nichts Gutes für die Zukunft, denn wenn man einmal ange⸗ fangen hat, das Tragiſche komiſch zu finden, ſo hält es gewöhnlich äußerſt ſchwer, die Illuſion wieder zu ge⸗ winnen.
Beim zweiten Akt wurde das Intereſſe des Publi⸗ kums wieder einigermaßen geſteigert. Die Scene zwi⸗ ſchen Lucie und Aſton, ihrem grauſamen Bruder, er⸗ mangelte der Lebendigkeit nicht. Leopoldine hatte einige gute Augenblicke, die ſämmtlich von den Zuſchauern mit Bereitwilligkeit anerkannt wurden. Minder glücklich war ſie als Braut⸗ Es war ſchwer, die Motive zu be⸗ greifen, die ſie veranlaſſen konnten, den Ehekontrakt zu unterzeichnen, und die widerſtreitenden Gefühle, deren Raub ſie dabei war oder richtiger hätte ſein ſollen. Als hierauf der trotz aller Verleumdung getreue Edgar ſo unvermuthet als ungebetener Gaſt mitten in der Hoch⸗ zeit auftrat(leider mit demſelben Katarrh, den er auf die Reiſe mitgenommen hatte), da wurden ihre Motive noch undeutlicher, und wenn ſie auch klagte, ſo hatte ihr Leiden doch nicht die Tieſe, die einen herannahenden Wahnwitz verkündet. Man ſah, daß ſie litt, aber man konnte durchaus nicht vermuthen, daß dieſer Schmerz ihren Verſtand zerriß. Auch ihre wohlwollendſten Gönner mußten darüber klagen, daß die Sängerin ſich nicht innig genug in ihre Rolle hineingelebt habe.
Als Einleitung zu dem dritten Akt hatte man, um der traurigen Hochzeit einige Munterkeit zu geben, ein Ballet für das Bauernvolk arrangirt. Die Direction hatte dieß mit beſonderer Abſicht auf Signora Pariſina gethan, die als ſchottiſches Bauernmädchen in einem Solo auftrat, in einem Nationaltanz von dem gewöhn⸗ lichen Schlag, der immer nach den Umſtänden wechſelt.
Wie Leopoldine, wurde auch Pariſina lebhaft be⸗ willkommt, aber ſie ergriff begieriger als die Sängerih die Gelegenheit, ihre Erkenntlichkeit zu beweiſen. Sie


