Teil eines Werkes 
5. bis 9. Bändchen (1862)
Entstehung
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wird mit Erfolg gebraucht und macht guten Effect. Ich habe in meinen Tagen auch einen Lorbeerkranz be⸗ kommen. Wollen Sie, daß ich die Sache einleiten ſoll? Aber es iſt unnöthig, Sie beſitzen ja ſelbſt ſo viel Freunde.

Das und noch weit mehr in demſelben Geiſte ſagte mir die geſchwätzige Choriſtin, und ſie ahnte nicht, wie tief ſie mich mit ihrer wohlmeinenden Abſicht verletzte; ſie begriff nicht, daß ihr leichtſinniges Geplauder, ihre verächtlichen Rathſchläge mich mehr ſchmerzten, als das, was mein Feind im Theater je gthan hat.

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Man warnt mich oft, ich ſolle das Leben nicht, wie man ſagt, in allzu poetiſchem Licht betrachten. Ich habe dieſe Warnung nie recht verſtehen können. Sollte wohl eine Gefahr darin liegen, ſich vorzugs⸗ weiſe an diejenigen Züge bei den Menſchen und der Welt um uns her zu halten, die noch immer eine ge⸗ ſchwiſterliche Aehnlichkeit mit dem Himmel beſitzen?2 Sollte es dagegen Weisheit ſein, ſeine Betrachtungen immer auf die Schattenſeite des Lebens zu lenken?.. Dieſer Grundſatz würde mich unglücklich machen, und wenn ich meine Seele mit einem ſolchen Glauben ver⸗ düſterte, ſo würde der Genius der Kunſt mich verlaſſen In Wahrheit, es ſieht oft aus, als ob man glaubte, die ganze Kunſt ſei bloß eine loſe Maske, die man zu⸗ weilen zur Beluſtigung des Publikums umhänge, und man will nicht begreifen, daß ſie ein Herz erfordert.

Ich meinerſeits möchte Jedermann warnen, das Leben nicht allzu proſaiſch zu betrachten. Diejenigen, die all' das Schöne überſehen, was offenbar oder ver⸗ borgen unter uns lebt, finden nur eine Welt von Sünde und Verwirrungen, und in der Sonnenfinſterniß, welche ſie ſelbſt hervorrufen, ſtrauchelt und fällt zuletzt ihre