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einziges von den vielen feſthalten und näher erforſchen konnte. Dieſe Phantaſiebilder entzückten mich mit ihrem blendenden Schimmer, ich folgte ihnen ohne Ueberlegung; aber kaum hatte ich den letzten Schritt gethan, um mein 33 Ziel zu erreichen, ſo verlor ich es ſchon wieder aus dem Auge und wurde bereits zu einem andern hingezogen. Ich glaubte, dieſes Umherirren ſei eine Aeußerung mei⸗ nes empfindlichen Schönheitſinnes, meines vielſeitigen Talents, meines beſtändigen Emthuſiasmus für die Kunſt. Demoraliſirt durch dieſe Ausſchweifungen, er⸗ ſchlafften endlich die Schwingen der Seele, und meine Sympathien ſanken immer tiefer in den Staub hinab. Es ging mir wie ſo manchem Andern: der eitle Tand gewann die Oberhand; es kamen Schlacken in meine beſten Gedanken, und von der Stunde an nahmen meine Neale immer mehr materielle Formen an. Lob, Aus⸗ zeichnung, Gold zu gewinnen, das wurde mein Ver⸗ langen. Ich war nicht einmal deh Künſtler meinem Glauben nach, ſondern nur noch ein ſchlechter Taglöhner. Nachdem ich durch die Fügung des Schickſals einen Platz erhalten, der in Folge ſeiner Unbedeutſamkeit mir nicht zur Pflicht machte, meiner eigenen Rolle eine aus⸗ ſchließliche Aufmerkſamkeit zu widmen, begann ich die Rollen Anderer mit deſto größerem Ernſt zu betrachten. Wie unendlich größer wurde nicht mein Gewinn, wenn ich bloßer Zuſchauer war und nicht zugleich Mitſpieler Das Theater, bei welchem ich angeſtellt bin, ge⸗ nießt, wie Du weißt, ein hohes Anſehen. Es beſitzt unter ſeinen Süjets mehrere berühmte Talente und wird von einem Mann geleitet, der guten äſthetiſchen Ge⸗ ſchmack und ein ſicheres Urtheil hat. Man wird viel⸗ leicht ſelten ein ſo gut gewähltes Repertvire ſehen wie das unſrige. Es umfaßt nicht bloß eine Auswahl aus den Erzeugniſſen der neuen Zeit, ſondern bewahrt auch die alten erprobten Meiſterwerke in getreuem Gedächt⸗ niß. Die Anſchauung, Anhörung, Erforſchung, mit einem Wort, die gruͤndliche Bekanntſchaft mit dieſen


