Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1862)
Entstehung
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er weder für das Eine, noch für das Andere geſchaffen ſei. Inzwiſchen war es ihm ganz unmöglich, ſeine Schülerin und Geliebte, ſie, die auf einer neuen Bahn von ſo vielen neuen Gefahren bedroht war, jetzt zu verlaſſen. Er ließ ſich daher als Paukenſchläger enga⸗ giren; es fand ſich nämlich im ganzen Theater keine andere vacante Stelle vor.

Paukenſchläger zu ſein, beinahe jeden Abend in dem verborgenſten und elendeſten Winkel eines Orcheſters zu ſitzen, den Takt zu zählen und dazwiſchen hinein mit einem Trommelſchlegel auf eine Eſelshaut loszuſchlagen, das kann man mit vielem Fug und Recht, und ohne deßhalb gegen die Herren Paukenſchläger förmlich los⸗ ziehen zu wollen, als ein nicht ſehr beneidenswerthes Geſchäft betrachten; ich halte indeß gern meine eigenen Reflerionen zurück, die, da ſie ſich nicht auf den Grund der Erfahrung ſtützen, mich leicht irre leiten könnten, und füge ſtatt deſſen hier folgenden Auszug aus einem Brief von Michael Lambert ein, den er während dieſer Pe⸗ xiode ſeines Lebens ſchrieb

Halt ein mit Deinen Schmähungen! Ich ſchwöre bei Apollo Muſagetes ſelbſt, daß ich meine Zeit nie⸗ mals beſſer angewendet habe, als juſt in dieſen Jahren, wo ich recht und ſchlecht ein Paukenſchläger war.

Dieſe Jahre haben in mir eine große bedeutungs⸗ volle Revolution vorbereitet und herbeigeführt, eine Re⸗ volution, die meinen alten Menſchen zermalte, aber einen neuen in's Leben rief Barmherziger Himmel, welch' ein armſeliges Geſchöpf bin ich nicht geweſen! Wenn Abonis von den erzürnten Muſen beohrfeigt und Tha⸗ myras ſeiner Sehkraft beraubt wurde, welche Strafe habe dann nicht ich verdient?... Die Kinder Iſrael, die ein goldenes Kalb anbeteten ſtatt ihren Gott, waren keine größere Sünder. Ich habe mit ſchamloſer Frech⸗ heit ein Heiligthum betreten, in welches zu kommen mein profaner Fuß niemals würdig war. Ich wäre