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zu feiern, Blumen, die einen Abend währen und am
ſolgenden Tage verwelken.“
Jetzt meldete man, daß Alles zur Abreiſe in Ord⸗ nung und der Augenblick der Trennung gekommen ſei.
Die Signora machte eine bezaubernde Geberde, eine Geberde, womit ſie von der Bühne aus ſo un⸗ zähligemal das Publikum entzückt hatte. Sie drückte ihre Hände gegen das Herz, erhob ſich in einer vorwärts gebeugten Stellung auf die Zehen, beugte den Kopf auf die Seite und öffnete dann ihre Arme, als ob ſie in Gedanken alle ihre Gäſte zärtlich an ihre Bruſt ſchlöſſe
Sodann nahm ſie Graf Manfred's Arm und eilte
mit dem Tuch vor den Augen in ihren Wagen hinab.
Als ſie ihren Platz darin eingenommen hatte, beugte ſie ſich zum Wagenfenſter heraus und flüſterte dem Grafen in's Ohr:
„Wenn Sie bald ſterben ſollten, Herr Graf, ſo vermachen Sie mir Ihr unvergleichliches Talent zum Intriguiren.“
Der Kutſcher gab den Pferden einen Klatſch, und dieSit l eg
Von Graf Manfred's Hand empfing Leopoldine wirklich eine Stunde nachher das erwähnte Bougquet,
aber der Graf fand es nicht für gut, den Gruß aus⸗
zurichten, der mitgeſchickt wurde. Er ſchenkte es ihr von ſich ſelbſt, als einen Talisman, ſagte er, womit er ſie zu Siegen und Triumphen in der Welt der Kunſt einweihen wolle. Er verkündete ihr zugleich kraft ſeines neuen Amtes, daß nunmehr ihrem Debüt kein Hinder⸗ niß mehr im Wege ſtehe, und er nahm es als ausge⸗ macht an, daß die Folgen deſſelben ein höchſt vortheil⸗ haftes Engagement ſein würden. Dabei bat er ſich die Gunſt aus, ihr Beſchützer bleiben zu dürfen, und ver⸗ ſprach ihr Rath und Unterſtützung auf der Bahn, die ſie zu betreten im Begriff ſtand.
Leopoldine war durch dieſes S gerührt,


