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die Vollführung ſeines Racheplanes zu ſchauen, ſich an der Demüthigung der ſtolzen Dame erfreuen zu dürfen. Ihre Flucht, denn als ſolche betrachtete er die plötzliche Abreiſe, war allerdings ein Triumph ſeiner Intriguen, aber gleichwohl wurde die Entwicklung derſelben zum vollkommenen Sieg unterbrochen. Während er die Hinter⸗ liſt dieſes Weibes verdammte, bewunderte er ihre Schlau⸗ heit und bezahlte alſo in ſeinem Herzen die Achtung zurück, welche die Signora für ſeine eigene Ueberlegen⸗ heit hegte. Eine Vorladung vor den König verhinderte ihn, ſie ſo ſchnell zu beſuchen, als er gewünſcht hätte. Direkt aus dem Schloſſe und dem Sonnenſchein der Gnade kommend, fuhr er vor die Wohnung der Tänzerin.
Hier herrſchte die größte Unordnung. Der Wagen, der die Signora entführen ſollte, ſtand bereits vor der Thüre. Die Zimmer waren mit Koffern und Hut⸗
ſchachteln verſtellt. Im Salon drängte ſich die gewöhn⸗
liche Schaar von Anbetern, die jetzt gekommen war, um ihre letzte Huldigung zu den Füßen der Schönen zu legen. Die Signora ſelbſt war ſehr aufgeräumt; ſie vergaß beinahe ihre Kränklichkeit über dem Geſchäft, all die Complimente zu beantworten, Rechnungen zu bezahlen und das Packen anzuordnen. Als unter dem Getöſe, das ſie umgab, Graf Manfred's Stimme ſich ihrem Ohr nahte, verließ ſie ſogleich ihre Beſchäftigung und ging ihm entgegen.
„Graf Manfred,“ ſegte ſie, ihm mit einem be⸗ trübten Lächeln die Hand reichend,„ich würde es Ihnen nie verziehen haben, wenn Sie nicht gekommen wären, mir Lebewohl zu ſagen.“
„Mein Herz hätte ſich gegen eine ſolche Handlungs⸗ weiſe empört,“ antwortete der Graf zärtlicher, als er ſich lange gezeigt hatte, und die Hand drückend, die in der ſeinigen ruhte.
Sämmtliche Anweſende vermutheten, daß aller alte Groll zwiſchen dieſen beiden Perſonen, die einander ſo freundlich anredeten, jetzt gänzlich vergeſſen ſei; aber


