Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1862)
Entstehung
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iſt es ſchlechterdings unmöglich, eine Genugthuung darin zu finden, wenn man wirklich in allem Ernſt glauben ſollte, daß ich mich von Ihnen habe beherrſchen laſſen. Werden Sie nicht böſe, dieß iſt ein Tag der Rechen⸗ ſchaft, wo Jeder für ſeine Schuld Rede ſtehen muß. Wenn Sie meine Abreiſe auf Ihre Rechnung ſchreiben, ſo begehen Sie einen großen Mißgriff, denn ſie war ſchon vor einigen Stunden beſchloſſen, als Sie ſelbſt Ihren eigenen Fall noch nicht ahntenz aber auch ich habe einen großen, einen ſehr großen Fehlgriff gethan, als ich nämlich Ihnen mehr Vertrauen ſchenkte, als dem Grafen Manfred.“

„Und Sie können noch jetzt ohne Abſcheu dieſen Namen nennen, den Namen deſſen, der uns Beide ge⸗ ſtürzt hat 2“

„Ja, für mich iſt das Leben ein Spiel, und ich leugne die Ueberlegenheit deſſen nicht, der gewinnt... Graf Manfred iſt eine ausgezeichnete Perſon, und ich hätte beinahe Luſt, die Worte Shakeſpeare's auf ihn anzuwenden: Ich könnte ihn lieben, wenn ich ihn nicht haßte.“.

„Sie ſind ein höchſt eigenthümliches Weib.“ „Und Sie ein ſehr gewöhnlicher Mann.“

Signora Pariſina beharrte bei ihrem Entſchluß. Am Tag nach der Unterredung mit Baron Stanislaus verbreitete ſich das Gerücht von ihrem Erkranken, und der Arzt verſicherte nach einer Privataudienz mit ſeiner liebenswürdigen Patientin, daß ihre Bruſt angegriffen ſei und das einzige Rettungsmittel in einem milderen Klima beſtehe. Die zahlreichen Bewunderer der Tänzerin erſtarrten vor Schreck, aber die Signora lächelte in ihrem Gemüth und traf alle Vorbereitungen zu einer ſchleunigen Abreiſe.

Graf Manfred war überraſcht. Er hatte gehofft,