Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1862)
Entstehung
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konnte der Zauberkraft deſſelben nicht widerſtehen, er ſprang auf und ergriff die Hand der Tänzerin:

„Ach, Pariſina!“ rief er,„ſo wie Sie, hat mich noch Keine beherrſcht. Sie ſind an meinem Unglück Schuld, aber ich mache Ihnen keine Vorwürfe. Auch um Ihretwillen bin ich unruhig; was wird wohl aus Ihnen werden?“

Die Signora lachte herzlich über dieſe Frage, machte einen Gang durch das Zimmer und blieb dann vor einem Trümeau zwiſchen den Fenſtern ſtehen. Sie be⸗ trachtete im Spiegel ihre eigene ſchöne Perſon und ſagte dann in ihrem gewöhnlichen, halb ernſthaften und halb ſcherzhaften Ton:

„Meine Geſundheit iſt zerſtört.. ich ſehe ſehr kränklich aus; die Wange iſt blaß, das Auge matt... ja, der Zuſtand iſt bedenklich.. Morgen bekomme ich ein Nervenzucken.. übermorgen verordnet mein Arzt ein ſüdlicheres Klima.. Tags darauf reiſe ich ab und kehre dieſer verdammten Stadt für immer den Rücken.“

„Signora, Sie vergeſſen, daß Ihr Contrakt Sie bindet.“

„Bah! man pflegt doch nicht zu tanzen, wenn man krank iſt? Ueberdieß will ich Ihnen mittheilen, daß ich bereits drei Contrakte in meinem Leben gebrochen habe. Ich beſitze einige Erfahrung in dergleichen Dingen.“

„Eine theuer erkaufte Erfahrung, das.“

„Nur zu, drei gebrochene Contrakte und vier Ceſ⸗ ſionen... Sehen Sie, das Eine hilft zum Andern.“

„Daß Sie reiſen, iſt ein Schlag für mein Herz, aber eine Genugthuung für mein verletztes Anſehen. Die ganze Stadt wird ſagen, daß Sie Ihr ausgezeich⸗ netes Talent dem Theater nicht mehr leihen wollen, weil es nicht mehr unter meiner Direktion ſteht.“

„Mein beſter, in Ungnade gefallener Herr Direktor und Poſtmeiſter in spe, weder Sie, noch ich können die Welt verhindern, Dummheiten zu ſchwätzen, aber mir