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Leben, noch im Kartenſpiel, zumal wenn ſie die Rolle von Matadoren ſpielen wollen; aber es iſt etwas ganz Gewöhnliches hier in der Welt, daß juſt die Schwach⸗ heit ſich als Stärke breit machen will.. Ich vermuthe, daß Sie oft Patience legen; Sie, der Sie im Allge⸗ meinen Ihre Karten ſo vortrefflich, ja zuweilen mit einer Feinheit ſpielen, die oft ganz unbegreiflich iſt Sie ſind heute nicht beſonders munter, Herr Baron, glaube ich zu bemerken.“
„Signora,“ antwortete der Baron in ernſtem, be⸗ trübtem Ton,„das iſt kein Augenblick zum Scherzen.« „So, ſo vielleicht auch nicht zur Patience 2 Erlauben Sie mir denn, daß ich Ihnen prophezeie. Ihre Farbe iſt natürlich Treff; das iſt eine bedeutungsvolle Farbe. aber Ihr Schickſal liegt im Roſenroth. Gut, welches Glück erwartet Sie da! Eins, zwei, Si Baron, Sie ſind bereits ein ſehr großer Mann, Sie ſind einer der größten Theaterdirektoren der Welt und der iie Veſchützer für Jeden, dem es gelingt, Ihre Gunſt zu gewinnen; aber Sie werden beſtimmt noch weit größer, Sie werden wenigſtens Premierminiſter, bevor Sie ſterben, und dann werden Sie ein Erzengel und hernach..
„Ich habe Ihnen wichtige Ereigniſſe zu erzählen; ſchenken Sie mir eine Weile Ihre Aufmerkſamkeit.“
„Rücken Sie mit Ihren Ereigniſſen heraus, Herr Baron; meine beiden Ohren ſtehen Ihnen zu Dienſten.“
„Seit geſtern hat ein großes Unglück uns getroffen und unſere Zukunft zerſtört.“
„Uns und unſere!... Sie ſprechen königlich, wie ich höre.“
„Signora, Sie find ein Weſen eigenthümlicher Art, und ich weiß nicht, ob Sie, von dem Vorfall bereits unterrichtet, jetzt mit der Fülle des Uebermuthes dem Schickſal Trotz bieten; aber was mich ſelbſt betrifft, ſo bin ich in Wahrheit beklagenswerth.. Sie wiſſen, daß Graf Manfred, Ihr und mein verrätheriſcher Freund,


