Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1862)
Entstehung
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meiner Seel, daß ſie mich zum Weinen brachte„.

Bei ihr findet ſich nicht dieſes glühende Leben, das bei

Signora Pariſina in jeder Ader brennt; aber wie edel

ſind nicht ihre Züge, wie jungfräulich ihr Erröthen! i jetzt erſt glaube ich, daß Dein Fall mög⸗ ich iſt.“

„Das ſteht feſt... Pariſina's Gewalt neigt ſich

zu ihrem Ende. Es hätte anders um ſie ſtehen können, wenn ſie nicht die Unbedachtſamkeit gehabt hätte, mich zu verſtoßen. Wenige Weiber, das muß ich geſtehen, haben mich ſo bezaubert wie ſie. Woher hat ſ wohl das Feuer genommen, das in ihren Blicken flammt? WMein Blut kommt noch jetzt in Wallung, wenn ich mir dieſe weiche, geſchmeidige, üppige Geſtalt vor meine Gedanken rufe.“ „Du haſt wie ein Mann von Ehre gehandelt. Eine öffentliche, abſichtlich zugefügte Beleidigung darf, und ſie vom ſchönſten Weibe, nicht ungeſtraft hin⸗ gehen.“

„Ich hätte vor jeder Andern ihres Geſchlechtes er⸗ röthen müſſen, wenn ich nicht das Bewußtſein beſäße, Pariſina's Uebermuth beſtraft zu haben. Sie wagte es, meiner Protektion Trotz zu bieten, meine Liebe zu ver⸗ achten, und darum muß ſie zermalmt werden. Nach⸗ dem ſie jetzt eine Mitbewerberin in der Gunſt des Publi⸗ kums bekommen hat, wird ſie ſich vergebens bemühen, dieſelbe feſtzuhalten. Tog für Tag wird ſie ſich immer mehr ſinken ſehen. Und das Publikum wird endlich nichts Anderes als ein laues Mitleid für ſie haben, wenn es ſeinen ganzen Enthuſiasmus auf den neuen Günſtling übertragen hat, der, wie ich vollkommen überzeugt bin, ſehr bald den erledigten Herrſcherthron einnehmen wird.“

„Du biſt zum Diplomaten geſchaffen, Bruder Man⸗ 66—

fred Mag die ſtolze Dame aus der Lektion, die ich ihr ertheile, erſehen, daß man ſeine Freunde mit mehr Ur⸗