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haltung. Die lebhafteſten, wechſelnden Seenen ließen in den matten Gemüthern keinen Verdruß aufbringen, und denjenigen, welche die Freuden des Tiſches liebten, boten die Buffets die angenehmſte Zuflucht dar. Erſt vor Tagesanbruch endete das Feſtz über ſein Gelingen herrſchte nur eine Stimme.
Herr Manfred ſelbſt war davon überzeugt. Er freute ſich über ſein Werk und war ſtolz auf den Erfolg ſeiner Pläne. Nachdem die übrigen Gäſte ſich entfernt hatten, blieb ſein vertrauteſter Freund, der Kammer⸗ junker Lebeaureſte, noch eine Weile bei ihm zurück. Die beiden Herren ſaßen mit der Cigarre im Mund da und beſprachen die Ereigniſſe des Abends.
„Theure Feſte zu geben,“ ſagte der Kammerjun⸗ ker,„iſt keine Kunſt; angenehme Feſte zu geben iſt ſchwerer, denn dazu gehört etwas mehr als Geld, und dieſes etwas mehr ſteht nicht Jedermann zu Gebote. Eine Schilderung des geſellſchaftlichen Lebens unſerer Zeit wäre eine betrübte Geſchichte.“
„Ja, Du haſt Recht, eine ganz betrübte Geſchichte.“
„Wir haben Alle ſeit unſerer Kindheit den Begriff eingeſogen, daß das Vergnügen, dieſe Gottheit, welche zu lieben in unſerer Natur liegt, gleich dem ganzen
Univerſum aus Atomen beſtehe, und daß dieſe Atome
aus Bällen, Soupers, Diners, Dejeuners u. ſ. w. zu⸗ ſammengeſetzt ſeien. Wenn man ſo glücklich war, einige Jahre ſeiner Jugend zu vertanzen, ſo fängt man aller⸗ dings an, ſich dieſes leeren, einförmigen Lebens ſehr überdrüſſig und ſehr ermüdet zu fühlen; man findet ſich in ſeinen Hoffnungen ſchwer getäuſcht und begreift end⸗ lich, daß das Vergnügen etwas ganz Anderes ſein muß. Die Folge davon müßte eigentlich ſein, daß man dieſem falſchen Luftgebilde von einem Glück, das ſich in Wirk⸗ lichkeit nicht vorfindet, den Rücken kehrte aber jetzt findet man ſich in ein ſtarkes Netz eingeſchnürt. Man hat ſeine Freiheit verloren und kann nicht umkehren⸗ Die Gewohnheit, die Eitelkeit und hundert andere Kräfte


