Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1862)
Entstehung
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die Geſellſchaft und beeilte ſich, Graf Manfred aufzu⸗ ſuchen. Als er ihn gefunden hatte, rief er in einem Ton vollkommener Aufrichtigkeit:

„Ich bin Ihnen zum wärmſten Danke verpflichtet, Herr Graf. Sie haben mir an dieſem genußreichen Abend eine Aufklärung verſchafft, die unſchätzbar iſt. Allerdings iſt es eine Aufklärung über meinen eigenen Mißgriff, aber da ſie einen Gewinn für das Publikum in ſich ſchließt, ſo kann ich mich dadurch nur beglückt fühlen. Erlauben Sie mir, Ihnen die Hand zu drücken und Ihnen meine Verehrung für Ihr geiſtreiches Urtheil, für Ihren kritiſchen Blick zu erklären... Wie habe ich mich nicht in dieſer Mamſell Leopoldine ge⸗ täuſcht, hahaha!“

Graf Manfred reichte ſeine Hand, wie es ſchien, mit aufrichtiger Freude, drückte die Hand des Baärons ſo freundlich, ſo warm, und während dieſer Ceremonien lächelten beide mit ſo herzlicher Güte einander zu.

Hierauf eilte der Baron, ſein Lob in das Rühmen der Menge zu vermiſchen, und er wurde der Lauteſte, der Unermüdlichſte von Allen. Vor Jedem, der ihn an⸗ hören wollte, poſaunte er ſein Entzücken über die aus⸗ gezeichnete Sängerin aus, ſo wie ſeine Freude über die Hoffnung, die mit ihr für die lyriſche Seene aufgehe.

Halb ſcherzend über ſeine Kurzſichtigkeit, womit er ihr

Debüt zurückgewieſen hatte, ließ er ſich's ganz beſon⸗ ders angelegen ſein, ſeinen Mißgriff ſelbſt erzählen zu

dürfen. Mit ſeiner Aufrichtigkeit wollte er die Umſtände zu ſeinem Beſten lenken und das Anſehen gewinnen,

als ob er alle perſönliche Eitelkeit opfere, ſobald es ſich um das Beſte des Publikums und des Theaters handele. Ja, er ging in ſeinem Eifer ſo weit, daß er über ſein

eigenes Urtheil ſpottete; aber ſein Lachen war nicht be⸗ nichtrecht natürlich

Moch lange erſcholl die fröhliche Tanzunſit durch die Salons, vermiſcht mit dem Getöſe heiterer Unter⸗

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