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Zwiſchen zierlichen kleinen Hainen von Lorbeeren und Cypreſſen, ſo wie Jasminen und Roſenbüſchen ſchlängelten ſich mehrere Gänge mit Teppichen belegt, welche die Weichheit und das Grüne des Graſes dar⸗ ſtellten. Schöne Blumengruppen, mit Geſchmack ge⸗ ordnet und ſorgfältig einen harmoniſchen Farbenwechſel beobachtend, erhoben ihre duftenden, prachtvollen Kelche über friſchen Moosbeeten, die mit einem Kranz von Muſcheln umgürtet waren. Einige Statuen und an⸗ tike Vaſen zeigten ſich auf ihren Piedeſtalen gänzlich eingeſchnürt in ein Netz von feinblättrigen Schling⸗ pflanzen, und über einigen Granitblöcken breitete der Epheu ſeine grünende Decke. In einem Marmorbaſſin ſprudelte ein Springbrunnen, der gleichſam alle Kräfte aufzubieten ſchien, um ſeine Strahlen bis hinauf in den Kranz vielfarbiger Lampen zu werfen, die an feinen, unmerkbaren Fäden aufgehängt waren und in der Luft zu ſchweben ſchienen, während ſie ſich in den kleinen Wogen des Baſſins ſpiegelten und jedem der ſpielen⸗ den Waſſertropfen einen Wiederſchein ihres eigenen Glanzes ſchenkten. Hunderte ſolcher Lampen von allen Farben waren zwiſchen den Bäumen und Blumen an⸗ gebracht und verbreiteten einen reichen, bunten Schein, der von der Glaskuppel zurückprallte, die ſich über dem Ganzen wölbte. Die Wände, gleichfalls zum größeren
Theil von Glas, waren mit Spalieren bedeckt; aber im Hintergrunde zeigte ſich eine azurblaue Draperie, unter
einem Gewölbe von Weinranken angebracht.
Der Anblick dieſer geſchmackvollen Anlage rief die lebhafteſte eiheit Man fand nicht ſchöne Worte genug für ſein Entzücken, und man wollte nicht aufhören mit den ſchmeichelhafteſten Lobesergießungen auf den genialen Grafen Manfred, welcher ſelbſt die Idee zu dieſem Paradies angegeben hatte. Der Effect drs Ganzen wurde noch brillanter, als die Gäſte in
ihren eleganten Toiletten ſich auf den nach verſchiedenen
Stiten hin ſich ſchlängelnden Gängen ausgebreitet hatten.


