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man verſchiedene Gäſte um die Meiſterwerke gruppirt, die hier ihren Platz hatten. Auch Baron Stanislaus war auf eine Weile hierher gekommen und ſtand bewun⸗ dernd vor einem ächten Wouwermann. Ein leichter Schlag auf die Schulter veranlaßte ihn, ſich umzuwen⸗ den, und er befand ſich jetzt dem liebenswürdigen überall gegenwärtigen Wirthe Angeſicht zu Angeſicht gegenüber.
„Ich wußte wohl, daß ich Sie hier finden würde,“ ſagte Graf Manfred.„Sie ſind jetzt wie immer ein getreuer Liebhaber der ſchönen Künſte„ Was gibt es Neues in der Theaterwelt 26
„Leider gibt es gar nichts Neues,“ antwortete der Baron.„Ich befände mich in dieſer Saiſon in der un⸗ glücklichſten Lage, wenn ich dem Publikum nicht Pa⸗
riſina's entzückendes Talent zu bieten vermöchte.“
„Das Publikum ſcheint ſich auch und mit Recht ſo lebhaft für Ihre ſchöne Tänzerin zu intereſſiren, daß Sie ſicherlich noch auf lange Zeit keiner neuen Ver⸗ lockung bedürfen werden. Oh, ſie iſt bewundernswür⸗
dig und ihre Triumphe waren unerhört. Aber wir,
die wir ſo reiche Genüſſe von ihrer Kunſt gehabt haben, bleiben dafür immer Ihnen zum Danke verpflichtet, der Sie durch ein glückliches Arrangement uns dieſe Genüſſe
verſchafften. Jedenfalls iſt es Schade, daß das eigentliche
Opernperſonal ſo klein iſt; aber wenn ich mich recht
erinnere, verſprachen Sie uns ja eine neue, ſehr hoff⸗
nungsvolle Sängerin, eine Mamſell Leopoldine, wenn mich mein Gedächtniß nicht täuſcht.“ „Leider ging die Hoffnung nicht in Erfüllung. amſell Leopoldine ermangelte bei näherer Prüfung mehrerer Eigenſchaften, die für eine dramatiſche Sin⸗ gerin erforderlich ſind. Ihre Stimme war allerdings ehr ſchön, aber ohne größere Mittel und überdieß in einer äußerſt ſchlechten Schule verdorben.“ „Sie wurde alſo abgewieſen 2“ „Es war ganz unmöglich, ſie anzunehmen. Ich halte es für eine ſtrenge Pfücht, in der Wahl des Süjets


