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klug wiederholte Erinnerungen von Seiten Frau Re⸗ gina's dermaßen von Dankbarkeit erfüllt für all' die großen Wohlthaten, die er ſeit langer, langer Zeit von ihr genoſſen, daß ihm graute bei dem Gedanken, ſo viele Güte mit Undank zu belohnen. Noch hörte er jedoch aus der Tiefe ſeines Herzens eine andere Stimme, die er nicht zum Schweigen bringen konnte. Sie ſang ſo ſchön von Liebe und häuslichem Behagen. Aber Eras⸗ mus hieit es für Starrköpfigkeit, ſeinen thörichten. Träu⸗ men irgend Einfluß auf einen Beſchluß zu geſtatten, welcher das Glück einer andern Perſon ſo nahe berührte. Er bildete ſich auch ein, daß juſt Frau Regina es ſei, welche das größte Opfer zu bringen gedenke, indem ſie ihren geringen Diener als Herrn in ihrem Haus ein⸗ ſetzen, den unbemittelten Buchhalter zu einem vermög⸗ lichen Fabrikanten machen wolle. Von einer Beſchei⸗ denheit befangen, die wirklich etwas einfältig war, betrachtete er das Anerbieten als das edelmüthigſte von der Welt.
Die Angriffe von Seiten Frau Regina's wurden inzwiſchen immer häufiger und kühner. Eines Tags nahm ſie ihre ganze reſpectable Kraft zu einem entſchei⸗ denden Angriff zuſammen. Erasmus wurde verlegen, beſtürzt, verwirrt. Das Blut ſtieg ihm in den Kopf. Er wurde von einem Schwindel befallen und wußte nicht mehr, was er ſagte oder hörte. Aber als er den Gebrauch ſeiner Sinne wieder erhielt, da vernahm er, daß Frau Regina ſeine verlobte Braut war. Kaum hatte er Zeit, ſich nach dieſer erſten, großen Ueberraſchung zu erholen, als er auch ſchon an der Seite ſeiner frü⸗ heren Prineipalin im Brautſtuhle ſtand und ihr ewige Treue ſchwor.
Auf dieſe Art wurde der Buchhalter Erasmus ein verheiratheter Mann und Fabrikant.
Naturen wie er ſind ſelten unglücklich, denn ſie beſitzen ein entſchiedenes Talent, ſich zurückzuziehen und nachzugeben; ſie haben nicht Haar genug auf den


