Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1862)
Entstehung
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einem Tabaksfabrikanten engagirt, einem der vornehm⸗

ſten Eigenthümer der Stadt, und durch ſeine ausge⸗ zeichnete Ordnungsliebe, ſeine ungewöhnliche Solidität und Ehrlichkeit erwarb er ſich bald das volle Vertrauen ſeines Prineipals. Er wurde dieſem zuletzt ganz unent⸗ behrlich. Auf ſolche Art gewann er die allgemeine Achtung der Geſchäftsleute, ſowie aller derjenigen, die ihn näher kennen lernten; aber außer dem Comptoir galt er für einen Holzbock. Selten betheiligte er ſich auch an den heiteren Zeitvertreiben ſeiner Altersgenoſſen, ſondern zog es vor, in ſeinen Freiſtunden ſich allein auf ſeinem Stübchen damit zu vergnügen, daß er poe⸗ tiſche Werke las oder die Flöte blies, welche beide Be⸗ ſchäftigungen ihm die allerliebſten waren. Nachdem Erasmus ſchon viele Jahre beinahe auf eigene Fauſt der Fabrik vorgeſtanden, ſtarb der Eigen⸗ thümer und hinterließ eine Wittwe und zwei Töchter. In Folge des gerechten Vertrauens, das der exempla⸗ riſche Buchhalter ſich erworben hatte, betrachtete man ihn jetzt als ganz unentbehrlich für den Fortbeſtand der Fabrik, und man machte daher mit ihm den Vertrag, daß er fortwährend auf Rechnung der Familie das Ge⸗ ſchäft verwalten ſolle, das er auch mit allem Eifer be⸗ trieb, ſo daß ſowohl Schnupf⸗ als Rauchtabak den be⸗ reits erworbenen guten Ruf benielten. Ungeachtet auf dieſe Art das ſchnupfende und rau⸗ chende Publikum den Tod des Fabrikanten nicht allzu ſchwer zu empfinden und die Familie alle Urſache hatte, mit dem fortwährend guten Ertrag zufrieden zu ſein, ſo konnte doch die hinterlaſſene Wittwe, Frau Regina, ſich mit den veränderten Umſtänden nicht recht befreun⸗ den. Es gelang ihr zwar nach einiger Zeit den Kummer zu überwältigen, der beim Hinſcheiden des Gatten ſich ihres Herzens bemächtigt hatte, aber dennoch fand ſie das frühere gemüthliche Leben in ihrem Hauſe nicht wieder. Beſtändig fühlte ſie ſich einſam und mit Ein Funken. 1. 3