Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1862)
Entstehung
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Einmal hatte ich jedoch meinen Gäſten etwas Anderes zu bieten, als nur Kummer und Gram. Es war in D, als Raimund noch lebte. Ach, ich wollte, Sie hät⸗ ten damals mein Hausweſen geſehen.

Dem Kämmerer gefiel die Antwort ganz und gar nicht. Daß Johanna vom Grabe ſprach, das befüm⸗ merte ihn nicht ſo ſehr, denn er erinnerte ſich daß ſeine eigene ſelige Frau niemals in ihrem Leben ſo viel von Tod und Begräbniß geredet hatte, als während ihrer Brautzeit; aber der Name Raimund, ſo wie ihn die Wittwe ausſprach, klang in ſeinen Ohren niemals gut. Wenn er in demſelben Ton, wie er angefangen, hätte fortfahren dürfen, ſo iſt es wohl möglich, ja ſogar wahr⸗ ſcheinlich, daß er in dieſer Stunde den Schleier ein we⸗ nig gelüftet haben würde, der ſeine heimlichen Gefühle umhuͤllte, denn der Blumenduft und der Vögelgeſang machten ihm ungemein warm um's Herz. Aber jetzt hatte dieſesRatmund ſeine Stimmung gänzlich ver⸗ ändert. Er nahm eine gezwungene Haltung an, er kratzte ſich hinter dem Ohr und konnte nicht wieder auf den Sprung kommen, wie man zu ſagen pflegt.

Nach einer kurzen Pauſe berührte er einen andern Gegenſtand.

Sie müſſen das muſikaliſche Talent meines Pflege⸗ ſohns kennen lernen, ſagte er.Ich habe mit Ihnen ſchon mehrmals von ſeinen ſeltenen Anlagen geſprochen. Dießmal hat er ſeine Geige mitgenommen, und Sie ſollen ihn ſelbſt hören. Marximilian, rief er zum Fen⸗ ſter hinaus dem Jungen zu, der im Hofe beſchäftigt war, Leopoldine im Stelzengehen zu unterrichten,Mart⸗ milian, komm herein und ſpiele uns eins Deiner ſchönen Siue⸗ Hörſt Du, mein lieber Junge, wir erwarten

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Der junge Herr war mit dem Vorſchlag höchſt un⸗ zufrieden. Nach mehreren erneuten Aufforderungen ge⸗ horchte er jedoch endlich, aber mit einer garſtigen Gri⸗ maſſe und verſchiedene Bemerkungen über unerträglichen