Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Czar Paul und sein Volk ; 3. Band (1861)
Entstehung
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nigt und herunterbringt, da die Fülle der Kunſt uns aus allen Erinnerungen an Madame Chevalier mit den höchſten Genüſſen durchdringt. Wahrlich, da iſt der Director des deutſchen Hoftheaters ein ganz an⸗ derer Mann. Er ſchreibt ſelbſt Stücke, um ſein Theater zu beleben, und nenlich haben ſie wieder eines auf der Eremitage geſpielt, das durch die Verwicke⸗ lungen des Lebens, die es darſtellt, höchſt merkwürdig war, und das ein unvergleichliches Meiſterwerk gewor⸗ den wäre, wenn in dieſem„Menſchenhaß und Reue“ eine Chevalier auch nur eine halbe Stunde lang hätte ſpielen können. Aber die deutſche Kunſt iſt leider eine Bettelmannsſuppe, bei welcher die höheren Genien des Lebens ſich nicht zeigen. Seht nur dort dieſen Herrn von Kotzebue an, wie er drüben im zweiten Salon, eifrig und geſchickt bemüht, ſich geltend zu machen, und doch mit der ſchwerfälligen und handwerksmäßigen Grazie eines Barbiers herumſpaziert. Denn der Kaiſer, der dieſen Menſchen auffallender Weiſe liebt und ſich für ihn intereſſirt, hat ihn auch zu dem heu⸗ tigen Feſt einladen laſſen und will ſogar den Michai⸗ lowſchen Palaſt von ſeiner merkwürdig wirkſamen Feder beſchreiben laſſen. Wie er ſich jetzt ſo komiſch abquält, um dem Czaren in die Augen zu fallen, und