Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Czar Paul und sein Volk ; 3. Band (1861)
Entstehung
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ſeltenſten Ueppigkeit hervor. Gabriele ſchien in dem höchſten Typus nationaler Schönheit zu glänzen, indem ihre friſchen Reize zugleich einen Uebergang zu volks⸗ thümlicher Freiheit und Wildheit hatten, woraus ſich ein großer Zauber über ihre ganze Perſon verbreitete.

Der Czar hatte ſie zuerſt in Moskau geſehen, wo Gabriele Lapuchin im Hauſe ihres Vaters, des alten Generals Lapuchin, eines verdienſtvollen und dem Czarenhauſe ſtets ſehr ergeben geweſenen Militairs, lebte, im Augenblicke der Krönung aber der Einladung Besborodko's, eines alten Freundes ihres Vaters, in ſein Haus zu ziehen, gefolgt war. Denn Besborodko hatte die Gunſt empfangen, in ſeinem großen Familien⸗ Palais in Moskau den Czaren und die Czarin wäh⸗ rend des Feſtes aufnehmen zu dürfen, und dazu be⸗ durfte er der Mitwirkung einer Dame, welche ſo, wie Gabriele Lapuchin, im Stande war, ein höheres Haus⸗ weſen zu leiten und die dabei nöthigen Rückſichten und Maaßnahmen mit gewandter und gefälliger Form zu vertreten. Besborodko verfolgte dabei einen Neben⸗ gedanken, der ihn bald hauptſächlich beſchäftigte und der bei dem Czaren, auf den er aus vielſeitigen Ab⸗ ſichten berechnet war, wunderbar raſch und tiefgreifend einſchlug. Besborodko hatte den Plan gefaßt, die

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