Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Czar Paul und sein Volk ; 3. Band (1861)
Entstehung
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Der erſte Miniſter Pauls traf dabei in der aller⸗

verbindlichſten und unterthänigſten Weiſe Anſtalt, die

Hand der jungen Dame zu ergreifen, indem er ſie zu einem an der Wand gegenüberſtehenden Divan, auf welchem in dieſem Saal nur die Czarin ſelbſt Platz zu nehmen pflegte, hinführen wollte. Gabriele Lapuchin lehnte dies freundlich und eiligſt ab und ſagte, vor Besborodko ſtehen bleibend, mit ganz verſtörter Miene zu ihm: Mein lieber Fürſt, Sie ſollen mir keine Com⸗ plimente machen, ſondern mir helfen! Ich fange an zu leiden, ſeitdem ich in Petersburg bin, und wem verdanke ich es, hier zu ſein, als meinem guten, lie benswürdigen Fürſten Besborodko? Es wird daher Ihre Pflicht ſein, daß Sie hier ein wenig für mich ſorgen wollen, und die Gefahr iſt bereits dringend genug.

Beim heiligen Nicolaus! rief Besborodko mit er⸗ ſtaunter und lebhaft erſchrockener Gebärde, indem er der Dame faſt zu Füßen ſtürzte und ſich in der ängſt⸗ lichſten Unruhe um ſie bewegte. Was muß ich hören? Die neue Sonne des Kaiſerhofes, zu deren Aufgang ich einige Wolken bei Seite ſchieben durfte, und mit der unſerm Czaren ein neues Lebensglück aufgeſtrahlt iſt, fühlt ſich bereits geſtört bei uns in ihrem göttlichen