Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Czar Paul und sein Volk ; 2. Band (1861)
Entstehung
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waren auch die übrigen zahlreichen Menſchen aller Art, welche dieſen Saal gefüllt, in eine leiſe Bewe⸗. gung gerathen und es war jetzt Alles im Begriff, zu dem Sterbelager der Czarin zu wandern und die letz⸗ ten Ehren zu erweiſen, die noch übrig geblieben waren.

Die Leiche Katharina's, deren Aufſtellung inzwiſchen auf einem hohen Poſtament geordnet worden, war eine düſtere, die unheimlichſte Folie in ſich tragende Be⸗ trachtung. Die Czarin hatte den Schlag des Todes, der ſie gebrochen und zerſchmettert, mit einer fürch⸗ terlichen Demuth über ſich anerkannt und war ſanft, faſt friedlich in den Dienſt deſſelben übergetreten. Sie lag wie in banger heimlicher Knechtsgeſtalt da und ihre Größe und Hoheit ſchien bewundernswürdig raſch an ihr ausgetilgt und verloren worden zu ſein.

Der Großfürſt Alexander mit ſeiner Gattin und die übrigen Söhne und Töchter Pauls ſtanden in einem Kreiſe umher und vergoſſen laute, mit tiefen Klagen gemiſchte Thränen. Paul durchſchritt dieſen Kreis mit einer wunderbaren Ruhe und legte ſeine Hände hinauf zu dem Leichnam ſeiner Mutter, indem ſeine ganze Geſtalt ſich krampfhaft nachſtreckte und ſtill, bewegungslos, wie in einen düſtern Traum ver⸗

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