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Jwan Paulowitſch ergriff die Hand des Großfür ſten und drückte ſie mit einer ernſten, feierlichen Ge bärde, die unendlich viel zu ſagen ſchien. Paul ſah ihm mit der tiefſten Traurigkeit in's Geſicht, und es ſchien ihm wohlzuthun, als er den tiefen ehrlichen Schmerz in den Zügen des Jwan Paulowitſch Kou⸗ taitzow erkannte.
Du weinſt auch um die Czarin? fragte er ihn mit leiſer Wehmuth. Und früher hatteſt Du gewünſcht, ſie durch mich vom Thron zu ſtoßen.
Ich wünſchte den Anfang der neuen Herrſchaft Pauls, ſo wie der Gefangene ſich dem Sonnenſtrahl entgegenreckt! flüſterte Jwan mit einer inbrünſtigen Emphaſe. Aber wenn die Czarin ſtirbt, muß ich den⸗ noch weinen. Die Czarin war eine große Frau, und man ſieht jetzt erſt ein, was es heißt, wenn ein ſolches Leben ſtillſteht. Es verliert dann jeder Einzelne den Athem in ſeiner Bruſt und in ganz Rußland ſcheint einen Augenblick der Pulsſchlag zu ſtocken.
Es iſt ein ungeheurer Verluſt, den wir leiden! rief der Großfürſt mit einem ſchmerzlich zuckenden und flammenden Geſicht. Die Czarin wußte Alles ſo zu thun, daß man in die Hände der Vorſehung ſelbſt gerathen zu ſein glaubte, und das war gut. Darum


