Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Czar Paul und sein Volk ; 2. Band (1861)
Entstehung
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war, nämlich als einen erbärmlichen Feldherrn, und die Günſtlingswirthſchaft, welche den leichtſinnigen und unerfahrenen Jüngling an die Spitze dieſer Kriegs macht geſtellt, hat ſich wieder einmal gerächt: wie ich fürchte, zu ſtark, zu ſtark wenigſtens für das edle Herz des Großfürſten! Denn die Czarin wurde in dieſem Augenblick vom Schlage niedergeworfen, als man ihr die Nachricht von der Zerſtörung ihrer Armee über bracht. Von draußen hallten noch die Glocken und Kanonen über die Einnahme von Derbent in ihr Ca binet herein.

Auf dem Geſicht des Großfürſten malten ſich Be⸗ ſtürzung, Trauer und Verdruß. Das ganze Heer zerſtört und aufgerieben? Dieſe beiſpiellos herrlichen Soldaten vernichtet? O dieſer elende Menſch, der Zoubow! Dieſe infame Hofwirthſchaft, die einem ſolchen Laffen, blos weil er wie ein Ochſe gebaut iſt, die ſchönſte Armee der Welt anvertrauen konnte! Und doch, und doch, was weit größer iſt als Alles, die Czarin! die Czarin! Der Großfürſt ſchlug wüthend mit geballter Fauſt gegen die Wand, aber er beſann

ſich ſogleich wieder, daß der gegenwärtige Augenblick nicht dazu geeignet ſei, der leidenſchaftlichen Aufregung, die ihn ergriffen hatte, Luft zu machen.

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