Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Czar Paul und sein Volk ; 1. Band (1861)
Entstehung
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vermied es, wo ſie irgend konnte, mit uns allein zu ſein. Sie ſchien Furcht vor mir, wie vor einem Bä⸗ ren, zu haben, und um ſich gewiſſermaßen gegen mich zu ſchützen, empfing ſie mich nie anders, als mit dem ſtrengſten Ceremoniell, wie wir es ſelbſt am Peters⸗ burger Hofe nie geſehen haben. Aber ſiehe da, Maria Feodorowna, ich glaube wahrhaftig, es hört jetzt auf zu regnen, und die Sonne beginnt dort durch⸗ zubrechen. Stellen Sie ſich wieder ganz hervor, hier, bis an den Rand des Thurmes hervor, und entfalten Sie die Fahne Rußlands in einer recht herausfordern⸗ den und kühnen Stellung. So, Groffürſtin! Ich muß Sie ſehr loben, denn Sie haben heut überhaupt eine wahrhaft männliche Bravour entwickelt. Wir werden in Rußland niemals eine Revolution haben, wenn der Thron ſo beſetzt iſt, wie wir ihn einſt be⸗ ſetzen werden, Maria Feodorowna! Wer einen Thron behaupten will, muß Strapazen zu ertragen wiſſen, und darum ſetze ich meinen höchſten Ruhm darein, ein guter Soldat zu ſein, und ich ſehe, die Großfürſtin Maria Feodorowna wird mir darin würdig zur Seite ſtehen. Das war das Unglück Frankreichs, daß es eine Königin auf dem Thron hatte, die eine weichliche, eitele und hochmüthige Närrin war, und die den Thron