Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Czar Paul und sein Volk ; 1. Band (1861)
Entstehung
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zu überzeugen, daß Marſyas wieder vollkommen geſund geworden und es auch ferner verdiente, der Liebling eines ſo kühnen und kundigen Reiters, wie der Groß fürſt Paul war, zu bleiben. Paul, der mit ſichtlichem Entzücken allen Bewegungen des Pferdes gefolgt war und dieſelben wieder untadelig und muſterhaft fand, klatſchte laut in die Hände, um dem Marſyas ſeinen Beifall zu erkennen zu geben.

Während der Groffürſt ſich auf dieſe Weiſe höch lich vergnügte und ſeine Zufriedenheit mehrfach zu erkennen gab, bemerkte er nicht, daß ſchon ſeit einiger Zeit ſein beliebter Kammerdiener Iwan Paulowitſch neben ihm ſtand und durch ein vertrauliches Einſtim men in das frohe Gelächter ſeines Herrn die Aufmerk⸗ ſamkeit auf ſich zu lenken ſuchte.

Der preußiſche Koller ſcheint ihm doch noch immer nicht ganz ausgetrieben zu ſein, bemerkte jetzt Jwan Paulowitſch Koutaitzow, indem er mit ſeinen liſtig blinzelnden Augen einen Blick ſeines Herrn zu erhaſchen ſuchte.

Es iſt gut, mein türkiſcher Naſeweis, ſagte der Großfürſt, indem er, ſeiner Gewohnheit nach, dem orientaliſchen Jüngling ziemlich ſtark an den Ohren zupfte, was jedoch den vertrauten Kammerdiener nie

Th. Mundt, Czar Paul. 2. Abthl. I. 2