Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Der Großfürst ; 1. Band (1861)
Entstehung
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Ein gewichtiger Wunſch, den Potemkin in der letzten Zeit mit ſeiner unermeßlichen Kühnheit anzu deuten gewagt, und an dem ſchon Graf Gregor Or⸗ low geſcheitert, war der Grund der ſeltſamen Situation, in der ſich Beide in dieſem Augenblick einander gegen⸗ über befanden. Die Czarin hatte gewiſſermaßen das letzte Wort in dieſer zwiſchen ihr und Potemkin au⸗ hängig gewordenen Angelegenheit geſprochen, während Potemkin es bisher nur ſcherzend und tändelnd in die Geſpräche der Liebe zu flechten gewußt, daß er um die Hand der Czarin werbe und einen ſelbſt⸗ ſtändigen Platz neben ihr auf dem Throne Rußland's erſtrebe. Aber das Trachten Potemkin's nach dieſer Höhe war ein ſo ernſtes und feſtbeſchloſſenes in ihm, daß er faſt verzweifeln zu wollen ſchien, als er die Czarin für dieſen Wunſch durchaus nicht zugänglich fand, ſondern vielmehr ihr ſtarkes und unerſchütter⸗ liches Widerſtreben dagegen erkannte. Er glaubte deshalb in der Czarin ſchon ſeit einiger Zeit die Be⸗ ſorgniß erregen zu müſſen, daß ſie ihn möglicher Weiſe ganz verlieren könne, weil er wußte, daß dies für Katharina ein unerträglicher Gedanke war und ſie lieber jedes andere Opfer gebracht haben würde. Potemkin hatte jetzt wieder dieſelbe Haltung an⸗