Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Der Großfürst ; 1. Band (1861)
Entstehung
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ſeinejunge Gemahlin, die Großfürſtin Natalia Alexiewna? Haben wir ſie nicht aus dem heidniſch⸗philoſophiſchen Deutſchland bekommen, und hat man jemals eine auf richtige Hingebung an den griechiſch⸗ruſſiſchen Glauben bei ihr bemerkt?

Die Czarin, deren Stirn ſich in Falten gelegt, nickte ihm mit einer ſehr ernſthaften Gebärde zu, und ſagte bedeutungsvoll:

Ihr habt wahrlich Recht, Potemkin, aber Ihr be⸗ rührt eine wunde Stelle meines Herzens, die ich an dem heutigen ſchönen Tage, an dem Alles rein und klar in mir klingen ſoll, geſchont ſehen möchte! Es wird die Zeit kommen, wo wir uns ernſter mit dieſer Angelegenheit zu beſchäftigen haben werden, und dann werden viele ſchwere Bedenken, die in uns aufgeſtiegen ſind, gleichzeitig mit der äußerſten Strenge und ohne alles Anſehen der Perſon erledigt werden, verlaßt Euch darauf, Potemkin!

Man ſagt, daß die Großfürſtin Natalia Alexiewna ſich ſehr ungern und nur mit großem Widerſtreben entſchloſſen hat, den Befehlen der Czarin zu dieſer Reiſe Folge zu leiſten? bemerkte Potemkin jetzt, indem er mit einem ſpöttiſchen Lächeln vor ſich hinſah.

Die Großfürſtin hat ihre Widerſpänſtigkeit natür⸗