Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Der Großfürst ; 1. Band (1861)
Entstehung
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einem liebenswürdigen Gruß entgegen. Paul überſah die ihm dargereichte Hand der Prinzeſſin, ſeine düſter blitzenden Augen waren nur mit einem ſtechenden Glanz auf den Grafen Razumovsky gerichtet, der mit einer ehrerbietigen Haltung zur Seite ſtand, und die Anrede des Großfürſten Paul zu erwarten ſchien. Der Großfürſt trat jetzt näher zu ihm, und be⸗ willkommte den Grafen mit einem freundlichen, etwas ſchmerzlichen Neigen des Kopfes. Dann gab er ihm die Hand, und ſagte mit einer weichen Stimme: Ich danke Ihnen, lieber Graf, ich danke Ihnen! Razumovsly ſchien über dieſe freundliche Begegnung des Großfürſten hoch erfreut, und dies mußte um ſo mehr einen beſonderen Werth für ihn haben, da in der letzten Zeit offenbar ein Mißverſtändniß zwiſchen ihm und dem Großfürſten ſich eingeſchlichen hatte. Seit mehreren Wochen hatte der Großfürſt keine ſo freundlichen Worte an ihn gerichtet, als in dieſem Augenblick, vielmehr ſchienen Freundſchaft und Ver⸗ trauen, welche Paul ſonſt in ſo hohem Grade für den Grafen Andreas Razumovsky empfunden, gänzlich er⸗ kaltet und einer an Abneigung gränzenden Zurückhal⸗ tung, einem ſchlecht verhehlten Mißtrauen gewichen zu

ſein. Wer den Charakter des jungen Großfürſten kannte, 43