33 neigte. Dann rief er, unter entſetzlichen Augenver⸗ drehungen, mit einem ſeltſamen, näſelnden Ton: Wahr⸗ lich, die Sonne der Schönheit und der Frühling der Jugend ſind an unſerem holden Czarewitſch aufge⸗ ſtrahlt, und nur die Auserleſenſte wird würdig ſein, der Blume des Thrones ſich zu nähern und in den entzückenden Duft des Paul Petrowitſch emporſteigen zu dürfen!
Halt ein, Du einfältiger Jwan Paulowitſch Kou⸗ taitzow, ſagte der Prinz mit einiger Verdrießlichkeit. Du weißt, ich kann dieſe orientaliſchen Hundemanieren nicht leiden, die Dir noch von Deiner orientaliſchen Abſtammung her ankleben. Wenn wir Freunde bleiben ſollen, und, in der That, ich liebte Dich, Jwan Pau⸗ lowitſch Koutaitzow, ſo haſt Du jetzt endlich aufgehört, Türke zu ſein, und läßt mich nun merken, daß man das Taufwaſſer nicht umſonſt an Dich verſchwendet, ſondern, daß aus dem Muſeljungen denn ein Muſelmann warſt Du noch nicht einmal— auch wirklich ein ächter Moskowit geworden iſt.
Jwan ſtand plötzlich wie angedonnert da und neigte ſeinen Kopf mit einem ſchmerzlichen Ausdruck zur Seite. Eine wunderbare Träumerei flog über ſein
ſchönes, intereſſantes Geſicht. Doch wechſelte wieder
Th. Mundt, Czar Paul. Erſte Abthl. J. 8


