Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Der Großfürst ; 1. Band (1861)
Entstehung
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Kopf verloren zu haben. Sie hatten nur gefühlt, daß ſich die große Czarin genähert, aber ihre Befangen heit und Verlegenheit waren ſo groß, daß ſie weder rechts noch links geblickt hatten, und die beiden Ge ſtalten, die ſich jetzt unmittelbar vor ihnen befanden, gar nicht mehr recht zu unterſcheiden ſchienen. Plötzlich warf es ſie aber auf eine unwiderſtehliche Weiſe zu Boden nieder, und ſie waren alle dreie, ohne zu wiſſen wie, der ſchönen Gräfin Branicka, welche ſie für die Czarin nahmen, zu Füßen geſunken.

Die Gräſin war eine ſehr heitere und liebenswür⸗ dige Frau, die ſich mit der größten Anmuth und auf eine für beide Theile verbindliche Weiſe der Pflicht entledigte, die jungen Prinzeſſinnen auf ihren Irrthum aufmerkſam zu machen.

Nun unfaßten Eliſabeth, Friederike und Wilhelmine mit lautem Schluchzen die Kniee der Kaiſerin, unter ſtrömenden Thränen küßten ſie ihr das Gewand und die Hände, und ſchienen wie angſtvoll flatternde Täub⸗ chen ſich unter den Fittigen des gewaltigen Raubvogels bergen zu wollen.

Katharina hatte ſich endlich zu ihnen herniederge⸗ beugt, und hob die deutſchen Mädchen mit einer herz⸗ lichen Umarmung zu ſich empor. Dies verſcheuchte