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daß wir den Wünſchen der großen ruſſiſchen Czarin, die Befehle für uns ſein müſſen, ſo folgſam entgegen gekommen ſind? Mein Gott, wer klein iſt, muß ge⸗ horchen, ſonſt kann er nimmermehr groß werden. Deine Thorheit geht aber ſo weit, daß Du ſogar davon zu reden wagſt, der Großfürſt Paul könnte häßlich ſein! Ein ruſſiſcher Großfürſt kann niemals häßlich ſein, merke Dir das, mein Kind!
Aber es iſt doch Alles ſo ſchauerlich und bange hier! wagte die junge Prinzeſſin in ihren oppoſitionnellen Bemerkungen fortzufahren. Seitdem wir hier in dieſem alten gräßlichen Saale ſitzen, iſt es mir immer, als könnte der blutige Schatten Peters des Dritten jeden Augenblick dort aus einer Ecke emporſteigen!
Halt! rief die Landgräfin mit der erſchrockenſten Gebärde. Unbeſonnenes, gedankenloſes Mädchen! Wage es nicht, noch ein einziges Wort hinzuzufügen. Dann ſetzte ſie mit einer leiſen gedämpften Stimme hinzu: Weißt Du nicht, Unglückliche, daß in Petersburg Nie⸗ mand von Peter dem Dritten ſpricht? Jedermann hütet ſich, dieſen Namen über ſeine Lippen zu bringen, und wer es wagt, hat noch jedesmal Strafe und Un⸗ heil davon getragen! O, Kinber, wir ſind ja in Rußland!


