Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Der Großfürst ; 2. Band (1861)
Entstehung
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erkennen. Es durchſchauerte ihn eine ſeltſame Ahnung, und er blickte in banger Erwartung zu der Czarin hinüber, deren zornig aufleuchtende Blicke ihm jetzt endlich eine Löſung dieſes dunkeln Räthſels zu ver⸗ heißen ſchienen.

Mein Sohn, ſagte ſie, der Tod der Groffürſtin, Deiner Gemahlin, hat Dich ſchwer ergriffen, wie ich ſehe, denn Du haſt ein weiches Herz und zarte Em⸗ pfindungen beherrſchen oft Deine Seele. Aber höre mich, Paul, und laß Deinen Muth wieder aufſteigen. In der Großfürſtin Natalia Alexiewna haſt Du Deine Gemahlin, aber wir Beide haben zugleich in ihr un⸗ ſere größte und gefährlichſte Feindin und Rußland hat in der Großfürſtin ſeinen eigentlichen Verräther verloren. Man mag trauern, wenn man ſeine An⸗ gehörigen verliert, die uns menſchlich nahe ſtanden, und ich will es Dir nicht verdenken, Paul, wenn ſich Deine Augen mit Thränen gefüllt haben, und ſtür⸗ miſche, qualvolle Seufzer Deine Bruſt durchziehen. Beweine, mein Freund, die Gemahlin, aber laß Deine Augen wieder trocken werden, wenn ich Dir zeige, daß die, welche geſtorben iſt, zugleich Die war, welche uns ſo bitter haßte, die uns nach dem Lebeu trach⸗ tete, und die, indem ſie an Deiner Ehre den Raub