Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Der Großfürst ; 2. Band (1861)
Entstehung
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und beſtürmten, vor die Czarin bringen wollen. Sein raſcheſtes Pferd hatte ihn in fliegender wilder Eile nach Zarskoe⸗Selo getragen. Als er endlich vor der Czarin erſchien, konnte er vor der ungeheuren Aufregung, die ſich ſeiner bemeiſtert hatte, nicht ſpre⸗ chen und fühlte ſich von der klaren Ruhe und Maje⸗ ſtät, mit der ihn die Czarin empfing, faſt nieder⸗ gebeugt.

Katharina ſaß auf einem Divan, umgeben von einer Menge von Papieren und Briefen, in denen ſie bis dahin, wie es ſchien, mit dem größten Eifer geleſen hatte. Beim Eintritt des Großfürſten, nach⸗ dem ſie ihn mit einem ernſten bedeutungsvollen Nei⸗ gen des Kopfes gegrüßt und ihn neben ſich auf einen Seſſel gewinkt hatte, war ſie zuerſt beſchäftigt, die vor ihr ausgebreiteten Blätter wieder in eine gewiſſe Ordnung zuſammen zu legen. Dann heftete ſie ein ſchwarzes Band, mit dem dieſe Papiere umwickelt ge⸗ weſen, wieder um dieſelben und ſchob dann das ganze Packet unmittelbar vor den Großfürſten hin.

Paul betrachtete eine Zeitlang mit ſtummer Ver⸗ wunderung dieſe vor ihm liegenden Blätter. Nach⸗ dem er einen ſcharfen Blick auf dieſelben gerichtet, glaubte er die Handſchrift der Großfürſtin daran zu Th Mundt, Czar Paul. Erſte Abthl. U. 14