Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Der Großfürst ; 2. Band (1861)
Entstehung
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Wie meint Ihr das? fuhr Katharina mit einer gewaltig donnernden Stimme empor, indem ein furcht— bares Mißtrauen auf ihrem Geſicht ſich dunkel ab— ſchattete. Ich hoffe, Ihr werdet während Eurer gan⸗ zen Anweſenheit in Petersburg die Sorgfalt nicht ver⸗ kannt haben, die ich Euch ſtets gewidmet, und die, wenn ihm durch Euer Vertrauen ebenſo ſehr ent— ſprochen worden wäre, gewiß zu dem erfreulichſten Verhältniß zwiſchen uns geführt haben würde. Was hätten wir Alles zuſammen erreichen können, wenn Ihr mich verſtanden hättet, Großfürſtin Natalie Alexiewna!

Natalie ſchauerte in ſich zuſammen, und richtete einen matten hülfeflehenden Blick auf die Czarin, als wenn ſie dieſelbe beſchwören wolle, Mitleid mit ihr und ihren Schmerzen zu haben, und den ſtrengen, ſie ängſtigenden Ton dieſes Geſprächs fahren zu laſſen!

Aber Katharina ſchien ſich beim Anblick des un⸗ glücklichen Opfers, das ſich jetzt faſt zu ihren Füßen krümmte, nicht zu ſanfteren und milderen Empfindun⸗ gen geneigt zu fühlen. Ihre Augen ſchleuderten ver nichtende Blitze auf die Kranke herab, auf ihrem