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Die Großfürſtin wagte ſich unter dieſem neuen Einfluß, dem ſie ſich unterworfen fühlte, nicht zu regen. Sie hielt faſt den Athem an, und ſchloß die Augen, als wenn ſie hoffen dürfe, ſich der Czarin noch zu entziehen und unbeachtet von ihr zu bleiben, wenn ſie jede Bewegung und Lebensäußerung ihrerſeits ver— meide. So lag ſie ſtill und bewegungslos da, und ſelbſt dem entſetzlichen Schrecken, der ihre Bruſt durch⸗ zitterte, wehrte ſie, mit einer rieſenhaften Gewalt über ſich ſelbſt, jeden Ausdruck, jeden leiſen Seufzerlaut, durch den ſich ihr armes Daſein hätte verrathen können.
Aber die Czarin, denn ſie ſaß ſeit einigen Minuten in der That auf dem Flatz der Eliſabeth Zoritſch da, hielt ihre Blicke unverwandt und durchdringend auf die angſtvoll in ſich zuſammengeſchmiegte Prinzeſſin gerichtet. Dann ſagte ſie leiſe, während beim Ton ihrer Stimme die Großfürſtin langſam die Augen in die Höhe ſchlug:
Ich kam hierher, um mich nach dem Befinden der Frau Großfürſtin zu erkundigen, und mit eigenen Augen das Leiden zu ſehen, das ich ſo ſehr bedauere, und deſſen erſte Nachricht mich faſt bis zum Tode erſchreckte. Ich beſorge aber ſehr, einer Leidenden entweder die Wohlthat des Schlummers zu ſtören,


