Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Der Großfürst ; 2. Band (1861)
Entstehung
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Augen umherirrend einen Gegenſtand nach dem andern im Zimmer betrachtete, ihre Blicke aufmerkſamer auf die dunkle Geſtalt fallen laſſen, die noch immer unbe⸗ weglich an ihrem Bett zu ſitzen ſchien, und ihrer Meinung nach jetzt noch ſchärfer und greller, als bisher, ſie beobachtete. Dieſe Blicke, die auf ſie niederfielen, erregten ihr faſt Schmerz, und ſie mußte ſich die Augen reiben, die ihr weh thaten von den fremden ſtrengen Augen, welche ſie auf ſich ruhen fühlte. Sie glaubte noch zu träumen, und richtete ſich jetzt mit einer gewaltſamen Anſtrengung in die Höhe, um das Schreckbild, das ſie plötzlich vor ſich zu ſehen glaubte, genauer ins Auge zu faſſen, und den Wahn von der Wirklichkeit ſicher unterſcheiden zu können. Denn die Prinzeſſin hatte geglaubt, Niemand anders als die Czarin ſelbſt an der Stelle, wo ſie ſonſt ihre Wärterin zu ſehen gewohnt war, zu erblicken. Je länger die Prinzeſſin in angſtvoller Erregung auf die⸗ ſen Platz hinblickte, deſto deutlicher ſchien es ſich zu beſtätigen, was ihre erſchreckte und aufgeregte Phan⸗ taſie wahrgenommen, und Natalie glaubte ſich jetzt überzengt halten zu können, daß es die Czarin war, die dort ſaß und die mit der Wärterin vor einiger Zeit den Platz getauſcht haben mußte.