Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Der Großfürst ; 2. Band (1861)
Entstehung
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als einer renommirten Krankenwärterin undHebeammezu bedienen, welche durch ihre Kunſt berühmt ſei und die man ausdrücklich aus Deutſchland verſchrieben habe, um der Prinzeſſin in ihren ſchweren Leiden die hülf⸗ reichſten Dienſte leiſten zu können. Der Leibarzt der Kaiſerin hatte dieſe Frau ſelbſt bei der Großfürſtin einführen und empfehlen müſſen, und es war ſchwer, gegen ihre Zuläſſigkeit etwas Begründetes vorzu⸗ bringen.

Dennoch hatte der Großfürſt, in ſeinem jetzt ſo brennenden Eifer für ſeine Gemahlin, es unternom⸗ men, der Czarin dieſe Bitte auf das Allerdring⸗ lichſte vorzutragen, aber Katharina, die ihren Sohn plötzlich ſo heftig und glühend für ſeine Gemahlin ſich erheben ſah, hatte ihm nur mit einem ironiſchen Lächeln geantwortet, und ihn wegen Mangel an Zeit aus ihrem Cabinet verabſchiedet, indem ſie ihn verſicherte, daß ſie die zuverläſſigſte Sorgfalt, die auch für ihn ſelbſt am beſten bedacht ſei, in der Wahl jener ihr vielfach empfohlenen Frau habe walten

laſſen.

Die Czarin ſah dabei ernſt und bewegt aus, ein wildes Feuer blitzte aus ihren Augen. In der ſelt⸗

ſamſten Stimmung kehrte Paul in das Krankenzimmer