178
Nur einen einzigen Gegenſtand des Schreckens und der wahren Angſt gab es für ſie ſeit einigen Ta⸗ gen, worüber ſich die Prinzeſſin gar nicht wieder be⸗ ruhigen konnte. Es war eine lange hagere Frauens⸗ geſtalt, die ſeit dem Beginn ihrer Krankheit jeden Morgen vor ihrem Bett ſaß, in einer unbeweglichen
lauernden Stellung, den Tag über nur auf einige Stunden ſich von ihr entfernte, und jetzt, zum höchſten Entſetzen der Prinzeſſin, ſich auch anſchickte, die Nacht⸗ ſtunden an dem Krankenbette zu verweilen.
Heut hatte die Prinzeſſin dieſe Frau mit dem ſchrecklichen Geſicht fortgeſchickt, da ſie ihren Anblick nicht länger zu ertragen vermochte. Sie hatte den Großfürſten mit einer faſt unerklärlichen Dringlich⸗ keit gebeten, zur Czarin zu gehen und ſich bei derſel⸗ ben dafür zu verwenden, daß jene Frau nicht mehr zu ihr zurückzukehren brauche, da ſie des Beiſtandes derſelben ſich durchaus nicht benöthigt, ſondern durch die Perſönlichkeit ſich ſehr beunruhigt und im höchſten Grade aufgeregt fühle.
Denn die Czarin hatte ſeit dem Beginn der Krankheit der Prinzeſſin ihr dieſe Frau mit dem ge⸗ meſſenen Befehl geſandt, die Dienſte derſelben aus⸗ ſchließlich und vorzugsweiſe anzunehmen, und ſich ihrer
s tine
diene non m un de richſt tfil Regen bring
1


