Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Der Großfürst ; 2. Band (1861)
Entstehung
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langen Streifen umherflatterndes rothes Tuch um den Kopf geſchlungen, erſchien ſie wie ein fremdartiges, unheimliches Weſen, deſſen Annäherung man nicht ohne Scheu und Entſetzen gewahren konnte.

Du biſt Eliſabeth Zoritſch? fragte Potemkin mit einem faſt bebenden Ausdruck, indem er ſie auf ſich zuſchreiten ſah.

Eliſabeth Zoritſch war in ein lautes, höhniſches Gelächter ausgebrochen, als ſie jetzt Potemkin erkannte.

Ha, Potemkin, rief ſie, auf ihn zuſtürzend, und ſich mit einer wilden, frivoken Gebärde an ſeinen Hals werfend, lebſt Du noch, alter Junge?

Ich lebe, und bin gekommen, Dich frei zu machen und mit mir zu nehmen, erwiederte Potemkin, indem er ihre Arme mit einer gewiſſen Aengſtlichkeit von ſich abzuſtreifen ſuchte. Zugleich betrachtete er ſie neu⸗ gierig und ſuchte ihre Züge wiederzuerkennen, indem aufblitzende Erinnerungen der Vergangenheit auf ſein Geſicht traten.

Was höre ich? rief Eliſabeth Zoritſch, indem ſie mit einer jubelnden Bewegung hoch in die Höhe ſprang, und ſich von Neuem in ſeine Arme drängte. Du willſt, Du kannſt mich frei machen, und dazu biſt Du ge⸗ kommen und haſt mich nicht vergeſſen, und ſuchſt die

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