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und zog die Klingel an der hohen, ehernen Pforte, durch welche ſich der Eingang in das Gefängniß öff⸗ nete. Potemkin ließ ſich zum Director der Anſtalt führen, den die Vorzeigung des kaiſerlichen Immediat⸗ Befehls, ſowie die Perſon des Generals ſelbſt ſofort zum eifrigſten Vollſtrecker aller Dinge machten, die man nur irgend von ihm begehren wollte.
Bei der wunderbaren Ordnung, die im Reiche des Gefängniß⸗Directors herrſchte, wurde es ſchon in einigen Minuten möglich, unter der großen Anzahl von Be— wohnern dieſer Anſtalt die geſuchte Perſon zur Stelle zu ſchaffen und nach dem Befehl der Czarin den Hän⸗ den des Generals Potemkin auszuliefern.
Potemkin befand ſich einſam in dem großen öden Saal, der nur ſpärlich erhellt war, und in dem er auf das Erſcheinen der Eliſabeth Zoritſch zu warten hatte. Plötzlich ſtieß er einen lauten Schrei aus, in⸗ dem er entſetzt näch der Thür hinblickte, welche ſich ſoeben knarrend in ihren Riegeln geöffnet hatte.
Es war eine große weibliche Geſtalt, von einem ſeltſamen, grauſenhaften Anſehen, die ſich dort in der Thür zeigte. Nur nachläſſig wieder angekleidet in dem grauen Sträflings⸗Anzug, da ſich die Gefangenen be⸗
reits in ihren Schlafſälen befunden hatten, ein in


