Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Der Großfürst ; 2. Band (1861)
Entstehung
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arme Eliſabeth hier im Zuchthauſe auf? Es iſt alſo wohl ein großes Thier aus Dir geworden, und wenn mich nicht Alles in der Welt trügt, ſo haſt Du da die General⸗Epaulette's auf der Schulter ſitzen. Aber Teufelskerl, wart, mir fällt etwas ein, und ich kann mir ſchon denken, wie Du es angefangen haſt! Oh, beim Wolleſpulen hier erfahren wir auch noch zuweilen Etwas aus der Welt. Du biſt ein ſchöner Mann, Potemkin, und man ſagt, daß Du der Czarin gefallen haſt und dadurch zum erſten Mann am Hofe von Petersburg geworden biſt. Und davon läßt Du eine alte Freundin profitiren, der Du auch einſt ebenſo gefielſt, wie jetzt der Czarin? Das iſt brav, mein Junge, und ich werde es Dir nie vergeſſen, ich bleibe ewig, ja ewig, Deine Schuldnerin!

Sie ſtreichelte ihm dabei zärtlich die Wange, und ſchien geneigt, ihm Liebkoſungen aller Art angedeihen zu laſſen. Potemkin ſah ſie überraſcht an, und be⸗ trachtete jetzt erſt mit genauerem Eingehen ihre Er⸗ ſcheinung, die ihm in längerer Zeit fremd gewor⸗ den war.

Du biſt noch immer hübſch, Eliſabeth! ſagte er, nachdem er ſie aufmerkſam gemuſtert hatte. Zwar ſehe ich wohl, daß der Aufenthalt in dieſem Palaſt, in dem