Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Der Großfürst ; 2. Band (1861)
Entstehung
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Zoritſch, Czarin, befindet ſich in dieſem Augenblick noch auf dem Zuchthanſe in Moskau!

Katharina war nach dieſer Mittheilung Potemkin's in eine merkwürdige Bewegung gerathen. Sie war aufgeſprungen, mit leidenſchaftlich flammenden Augen, mit einer wüthenden ſchrecklichen Gebärde. Dann ſchritt ſie raſch, gewaltig, einige Male im Zimmer auf und nieder, und blieb dann wieder ruhig vor Po⸗ temkin ſtehen, indem ſie zu erwarten ſchien, daß er ſeiner Erzählung noch das letzte und entſcheidende Wort hinzufügen werde.

Potemkin zögerte ſichtlich, dies zu thun. Endlich, da das eingetretene bange Stillſchweigen ihm peinlich wurde, flüſterte er der Czarin, ganz nahe zu ihr hin⸗ tretend, mit der leiſeſten Stimme ins Ohr: Soll ich dieſe Eliſabeth Zoritſch kommen laſſen?

Wie? fuhr die Czarin erſchrocken auf. Kommen laſſen? Was wollt Ihr damit ſagen, Potemkin?

Ihr Buſen begann in dieſem Augenblick ſtärker zu athmen, und hob ſich wie mit krampfhafter Ge⸗ walt auf und nieder. Sie ſchien mit einer fliegenden Angſt jetzt der Antwort Potemkin's entgegenzuſehen.

Potemkin hatte ſeine gewöhnliche, gleichgültige und nachläſſige Ruhe wiedergewonnen. Es langweilte