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Frau, die es nicht unterließ, ſich einem jungen Garde⸗ Offizier, wie ich damals war, ſo angenehm als möglich zu machen. Sie nahm ſehr viel Geld ein, ich hatte nichts, und wir lebten höchſt vergnügt und luſtig miteinander, bis auf Einmal ihre Einkünfte gänzlich ſtockten. Es hatte ſich nämlich ergeben, daß alle Geburten unter ihren Händen ſtarben und auch die Wöchnerinnen ſelbſt un⸗ mittelbar darauf das Zeitliche ſegneten.
Die Czarin richtete in dieſem Augenblick eine ge⸗ ſpanntere Aufmerkſamkeit auf die Erzählung Potemkin's. Mit düſteren lauernden Blicken heftete ſie ſich an das Geſicht ihres Günſtlings.
Potemkin fuhr fort: Da ſich in ſo vielen bedeu⸗ tenden Häuſern Moskau's ſehr eclatante Beiſpiele dieſer Art ereignet hatten, ſo war endlich die Medicinalpo⸗ lizei darauf aufmerkſam geworden, man zog die Frau in ein vorläufiges Verhör und brachte ſie endlich zur Haft. Man hatte Mittel gefunden, ihr die wunder⸗ barſten Dinge zu beweiſen, oder ſie wenigſtens darauf anzuklagen und abzuurtheilen, und meine gute Freun⸗ din Eliſabeth Zoritſch ward in's Zuchthaus geſetzt. Ich ward von dieſer Geſchichte ſo aufgeregt, daß ich keine Ruhe fand, bis ich Eliſabeth Zoritſch geſprochen hatte. Ich ſprach ſie in ihrem Gefängniß, ſie legte


