Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Der Großfürst ; 2. Band (1861)
Entstehung
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Aber der großen Tragödie wird eine kleine Tragödie folgen müſſen, Czarina, wenn wir unſer Ziel erreichen wollen.

Er richtete bei dieſen Worten einen ernſten, durch⸗ bohrenden Blick auf die Czarin, die dieſen Blick, ohne zurückzubeben, mit einer eiſigen Kälte erwiederte, und ein unheimliches Mienenſpiel auf ihrem Antlitz hervor⸗ treten ließ.

Erlauben mir Ew. Majeſtät, Ihnen eine Geſchichte zu erzählen, begann Potemkin wieder, indem er einen Stuhl ergriff, und ſich in die vertraulichſte Nähe zu der Czarin rückte.

Erzählen Sie, Potemkin, ſagte die Kaiſerin mit einer leiſen, erwartungsvoll zitternden Stimme.

Vor fünf Jahren erlebte ich hier in Moskau, wo ich mich auf Urlaub aufhielt, um dieſe glorreiche Stadt kennen zu lernen, eine ſeltſame Geſchichte, begann Po temkin. Ich wohnte bei der Fran eines alten Wacht⸗ meiſters, der im Türkenkriege getödtet worden war, und die, um ſich beſſer zu ernähren, das Gewerbe einer Hebeamme ergriffen hatte, für welches ſie eine außerordentliche Geſchicklichkeit und Kunſt bewies. Frau Eliſabeth Zoritſch, denn das war der Name meiner damaligen Freundin, war eine junge, lebhafte, hübſche

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