Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Der Großfürst ; 2. Band (1861)
Entstehung
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Natalie hatte es zuerſt bemerkt, daß der Wagen der Czarin ganz ohne Begrüßung des Volkes vor übergegangen war, und ſie hatte eine Bemerkung darüber gewagt, die ſie mit der ganzen ihr eigenen Entſchiedenheit ausdrückte. Der Großfürſt ſchien ab ſichtlich dieſe Aeußerung ſeiner Gemahlin überhören zu wollen, aber er überſah auch die haſtigen und gluthvollen Blicke, die von der Großfürſtin und Ra zumovsky in dieſem Augenblick gewechſelt wurden, und die mit einem tiefen, feſten Ausdruck des Ein⸗ verſtändniſſes einander zuflogen. Jetzt hörte Natalie draußen auf den Lippen des begeiſterten Volkes ihren eigenen Namen mit dem ihres Gatten ſich vermiſchen, und dieſem Moment, der viele ihrer geheimſten Träume ins Leben zu rufen ſchien, konnte ihr leidenſchaftliches Herz nicht widerſtehen. Mit einem ſtrahlenden Lä⸗ cheln athmete ſie auf, ihr ganzes Weſen begann in eine zitternde Bewegung überzugehen, und ſie ergriff, was ſelten geſchah, aus freien Stücken die Hand des Großfürſten, indem ſie dieſelbe mit herzlichem Druck ſchüttelte und um einen freundlich zuſtimmenden Blick aus Paul's Augen ſich zu bewerben ſchien.

Jetzt brach auch Razumovsky das Schweigen, das bisher ſeine Lippen gebunden. Auf ſeinem Geſicht

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