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ite eine gewiſſe ängſtliche Schwüle in dieſem Beiſammen⸗ raf ſein, denn der Großfürſt ſchien ſeine ganze Aufmerk⸗ t ſamkeit nur darauf zu verwenden, daß er mit ſtieren
Blicken unverwandt alle Mienen und Bewegungen ſeiner
Gemahlin und Razumowsky's beobachtete. Er hing ſich mit ſeinen düſtern Augen ſo feſt an ihre Geſichter,
als wenn ihm kein Zug, keine geheime Regung ver⸗
borgen bleiben ſollte, und dabei wechſelte das wunder⸗
barſte, bizarrſte Mienenſpiel auf ſeinem eigenen Antlitz.
Erſt bei dem Einzug in Moskau änderte ſich dieſe
drückende Stimmung, in der man ſich im Wagen des
. Großfürſten einander gegenüber geſeſſen, plötzlich. 6 Die begeiſterten Zurufe des Volks, die ihm aus— . ſchließlich gegolten, hatten den Prinzen auf Einmal aus ſeiner düſtern Verſchloſſenheit emporgeſchüttelt . und wachgerufen. Sein Geſicht erhellte ſich, blitz⸗ n artige Zuckungen durchbrachen die düſtere Unbeweg⸗ 6 lichkeit ſeiner Züge, und ein wunderbarer Glanz über⸗ flog ſeine Stirn. Erſt war er erſchrocken zuſammen⸗ gefahren, als er plötzlich ſeinen Namen vernommen, 8 mit dem die am Wege aufgethürmten Colonnen des 2 Volkes zu ihm emporgerauſcht waren, nachdem ſie ⸗„ beim Vorüberfahren der Czarin ganz ſtumm und be⸗ 6 wegungslos ſich verhalten hatten. e 1 W 5* S—————


