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ich; außerdem wäre es an dieſem Tage viele, viele Male leichter erſchienen zu ſterben.
Als ich wie gewöhnlich meinem Vater Gute Nacht wünſchte, konnte ich es kaum noch ertragen⸗ Er ſah mich argwöhniſch an.
„Gute Nacht, liebes Kind. Apropos, Dora, Du kannſt morgen mit mir nach dem Eedernhauſe fahren.“
„Ich— ich— Penelope wird mitfahren,“ und ich warf mich ihm bitterlich weinend an die Bruſt.
„Sage mir Lebewohl! Sage nur ein einziges Mal: Gott ſegne Dich!“
Er athmete mit Mühe.
„Ich dachte es mir,“ hob er endlich an.„Alſo morgen ſoll es ſein?“
Jä.“
„Wo denn?“
Ich ſagte es ihm.
Einige Minuten lang ließ Papa mich an ſeiner Bruſt ruhen und pochte mich ſanft auf die Schulter, wie man mit einem ſchluchzenden Kinde thut— dann ſchob er mich ſanft hinweg.
„Wir werden am beſten thun, Dora, wenn wir dieſem Auftritte ein Ende machen. Ich kann es nicht ertragen. Küſſe mich. Gute Nacht.“


